Im Bann des Silbers
Im Bann des Silbers

Was ist Silber?
Seit Jahrhunderten stehen wir im Bann des Silbers. Aber warum? Silber ist ein weiches, weißes, natürliches Material, das zuerst in griechischen Silberminen entdeckt wurde. Heute wird dieses besondere Edelmetall hauptsächlich in Minen in Kanada, den Vereinigten Staaten, Südamerika und Australien abgebaut. Im Gegensatz zu Gold kommt Silber in der Natur nur selten in reinem Zustand vor. Es wird in der Regel in Verbindung mit Nichtedelmetallen wie Blei und Kupfer abgebaut. Diese Mischung wird verarbeitet, um das reine Silber von den anderen Metallen zu trennen. Dies war früher ein sehr komplizierter und mühsamer Prozess, der dazu führte, dass Silber in einigen Kulturen damals wertvoller war als Gold!
Silber ist ein haltbares Material, das praktisch nicht verrottet oder rostet. Obwohl Silber leichter und härter als Gold ist, lässt es sich hervorragend bearbeiten. Nicht zuletzt aus diesem Grund zieht uns Silber seit Jahrhunderten in seinen Bann. Deshalb ist es das Material der Wahl für die Herstellung von Kunst und Gebrauchsgegenständen. Und natürlich für Schmuck.
Qualität von Silber
Reines Silber ist von Natur aus zu weich, um zu Schmuck oder Gebrauchsgegenständen verarbeitet zu werden. Es nutzt sich schnell ab oder verbiegt sich, was es unbrauchbar macht. Um das Silber härter zu machen, werden andere Metalle wie Kupfer beigemischt. So entstehen die sogenannten Silberlegierungen. Der Anteil an reinem Silber in einer Legierung bestimmt den Silbergehalt eines Schmuckstücks und wird in Tausendstel angegeben.
Punzierungen als Qualitätsnachweis
In den Niederlanden werden Gegenstände aus Gold, Silber und Platin seit mehr als sechs Jahrhunderten mit Punzen versehen. Diese Punzierungen sind eine der ältesten Formen des Verbraucherschutzes. Der Verbraucherschutz ist im Waarborgwet 1986 sogar gesetzlich verankert. Es garantiert, dass ein Gegenstand, der mit den gesetzlich vorgeschriebenen Punzen versehen ist, den richtigen Gehalt an Platin, Gold oder Silber aufweist. Jeder Silbergegenstand, der in den Niederlanden gehandelt wird, muss mit einer gesetzlichen Punze versehen sein. Auf der Grundlage des Waarborgwet gibt es in den Niederlanden drei anerkannte Silberlegierungen: Silber 1. Grades (925 Tausendstel), Silber 2. Grades (835 Tausendstel) und Silber 3.
Pflege von Silberschmuck und Utensilien
Silberschmuck bleibt schön, wenn er gelegentlich vorsichtig in einer Lauge aus milder grüner Seife oder Spülmittel gereinigt wird. Verwenden Sie hierfür eine weiche Zahnbürste. Spülen Sie den Schmuck anschließend mit lauwarmem Wasser ab und trocknen Sie ihn sorgfältig mit einem Wolltuch oder einem Mikrofasertuch. Silber lässt sich auch mit einer Lösung aus Wasser und Ammoniak oder Zitronensaft auffrischen. Seien Sie vorsichtig mit Perlen, manche Schmuckstücke sollten am besten vom Juwelier oder Goldschmied gereinigt werden. Wenn der Schmuck stark verschmutzt oder schwarz angelaufen ist, lassen Sie ihn am besten polieren.
Quelle: Gold- und Silberverband
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